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Entwicklung der Schule

Bis zum Jahr 1975 gab es im Bezirk Scheibbs für geistig- und mehrfachbehinderte Kinder keine Möglichkeit eines Schulbesuches. Die Kinder waren entweder zu Hause oder wurden in Einrichtungen, die eine Heimunterbringung notwendig machten, betreut.

1975 wurde aus dieser Erkenntnis heraus die Schule Rogatsboden in einer aufgelassenen, kleinen Volksschule in der Rotte Rogatsboden (Purgstall) gegründet. Günter Kogler begann damals als junger Lehrer mit seiner Frau als Betreuerin mit einer Klasse. Schon im Folgejahr wurde die Schule zweiklassig und bald war ein Um- und Neubau notwendig. Heute werden die Kinder in 6 Klassen unterrichtet.

Schon bald nach der Gründung der Schule stellte sich für Eltern, LehrerInnen und BetreuerInnen die Frage nach den Perspektiven für behinderte Jugendliche und Erwachsene nach der Schulpflicht. Die Antwort war vorerst die Gründung eines Vereins mit dem Ziel der Errichtung einer Werkstätte. Dieser Verein wurde bald zu einer Sektion der Lebenshilfe NÖ umgewandelt und es entstand die erste Therapiewerkstätte neben der Schule. Auch hier wurde das Platzangebot bald zu wenig und heute betreut die Sektion Scheibbs der Lebenshilfe in vier Werkstätten und einer Qualifizierungseinrichtung ca. 180 Jugendliche und Erwachsene.

Um auch Menschen mit Behinderung ein möglichst selbständiges, selbstbestimmtes Wohnen zu ermöglichen, wurden bisher 3 Wohnhäuser und teilbetreute Wohnungen für insgesamt ca. 30 Menschen eingerichtet.

Dazu kamen im Laufe der Jahre eine Frühförderstelle und das Clearing.

Die Schule Rogatsboden arbeitet durch diese Entwicklung eng mit der Lebenshilfe zusammen. Wir nutzen gemeinsam die Infrastruktur (z.B. Busse, Einrichtungen ...) und bilden ein Netzwerk, das für alle Beteiligten Vorteile bringt.